Implementierungsplanung IV - Fachleute informieren

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Erinnern Sie sich noch an unsere Gespräche, für welche Fachleute und Einrichtungen im Sozialraum welche Fortbildung passend ist? Nach einer ersten kurzen Ankündigung beim Netzwerktreffen der Bildungslandschaft und den detaillierten Gesprächen des Sozialraumteams mit uns als Implementierungsberater konnte nun eine eigene Informationsveranstaltung für die betreffenden Einrichtungen und Fachleute stattfinden.

Foto von der Infoveranstaltung

Infoveranstaltung für Fachleute

Eine Triple P-Ausbilderin reiste gemeinsam mit einer Triple P-Trainerin und Beraterin an, die als Kitaleitung das Programm schon seit vielen Jahren für ihre Elternarbeit nutzt. Wir freuten uns sehr über ihre Bereitschaft, an der Veranstaltung teilzunehmen, denn ihre Schilderungen eigener Erfahrungen aus der Praxis stellten wertvolle Ergänzungen zu unseren Programminfos dar.

Rund 50 Fachleute aus Kitas und Schulen im Sozialraum 5 waren der Einladung gefolgt. Raum und Getränke hatte das Sozialraumteam vorbereitet. Nach einer kurzen Einführung durch den Sozialraumteamleiter begann die Ausbilderin, das Programm vorzustellen. Inhalte der Präsentation waren:

  • Was ist Triple P?
  • Ziele, Grundlagen, Inhalte und Methoden
  • Anwendungsbeispiel Kita
  • Vorstellung der Triple P-Kurzberatung
  • Nutzen für die beteiligten Fachkräfte
  • Erfahrungsbericht
  • Fragen und Diskussion

Die anwesenden Fachleute hatten viele konkrete Nachfragen, vor allem zur konkreten Umsetzung: Wie kriegen wir das in den Alltag integriert? Hier konnte auch die erfahrene Trainerin und Beraterin gut Rede und Antwort stehen und Tipps geben. Auch eine Befürchtung zeigte sich bald: Sollen wir jetzt die Arbeit der Erziehungsberatungsstellen machen? Wichtig war es hier zu verdeutlichen, dass keine Arbeit abgewälzt werden sollte und die Fortbildung keine Sparmaßnahme darstellt, sondern im Gegenteil die Gelegenheit bietet, die eigenen Kompetenzen und Methoden zu verfeinern und sich für Fragen von Eltern besser gewappnet zu fühlen.

Fortbildungen in Aussicht

Zwei Termine für Fortbildungen zur Triple P-Kurzberatung wurden bekannt gegeben. Diese umfassen sowohl das zweitägige Seminar als auch einen optionalen eintägigen Übungsworkshop und die halbtägigen Akkreditierungsworkshops für Kleingruppen von 3-5 Personen. Eine gute Fortbildung zeichnet sich neben fundierten Inhalten durch viele Möglichkeiten zum Üben und Ausprobieren des neu Gelernten aus. Durch reines Zuhören kann man keine neuen Kompetenzen erwerben. Daher nimmt das praktische Üben mit Selbsteinschätzung und konstruktiver Rückmeldung einen wichtigen Platz ein. Besonders die Workshops bieten hier viele Gelegenheiten und stellen gleichzeitig sicher, dass das Üben im Arbeitsalltag nicht untergeht, weil konkrete Termine dafür vereinbart werden. Nach Bekanntgabe der Termine wurden zwei Formulare an die Fachleute ausgeteilt, die zu unseren sogenannten „Implementierungstools“ („Implementierung-Werkzeuge“) gehören. Beide bestehen aus einer Reihe von Fragen, die sowohl die einzelnen potenziellen Fortbildungsteilnehmer als auch ihre Leitungskräfte dazu anregen sollen, schon jetzt konkret über die Umsetzung nachzudenken. Welche Ziele möchten Sie erreichen? Wann und wo können Sie die Beratung anbieten? Was könnte Ihnen bei der Implementierung helfen? Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten sehen Sie? Je früher über solche Fragen nachgedacht wird, umso besser können Fachleute und Einrichtungsleitungen abschätzen, ob das Programm wirklich passend für ihren Arbeitsalltag ist und ob sie noch etwas brauchen, um es gut umsetzen zu können. Im Sinne der Selbstregulation wird hier die Entscheidungsfindung nicht abgenommen, sondern unterstützt, indem hilfreiche Fragen gestellt werden.

Die ausgefüllten Formulare sollten - bei Interesse und einer Entscheidung für die Teilnahme - innerhalb von zwei Wochen an das Sozialraumteam zurück geschickt werden. Die Ausbilderin betonte dabei noch einmal, wie wichtig es ist, dass die Entscheidung für oder gegen die Implementierung des Programms (und damit die Teilnahme an der Fortbildung) möglichst vom gesamten Team in den jeweiligen Einrichtungen getroffen wird.

Ausblick

Neben den Beratungs- und Trainingsangeboten durch fortgebildete Fachleute soll den Familien im Sozialraum auch ein Online-Elternkurs angeboten werden. Was hier an Planungen, Überlegungen und Koordination wichtig ist, beschreibt der nächste Eintrag.

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